Unsere Fahrt von Torrox nach Roquetas de Mar 12.5.18

Ich bin total geschockt ? sprachlos ? traurig ? ich kann es nicht in Worte fassen. 

Aber zuerst einmal möchte ich berichten, was Michael und mich in den letzten Tagen so beschäftig. 

Wir sind nun seit über 70 Tagen unterwegs ?, haben viele schöne Orte gesehen. Viel erlebt und einige Abenteuer überstanden. Vor allem haben wir uns sehr gut erholt ?? . 

Viel Zeit gehabt um sich mit uns selber und dem, „wie geht es weiter“ zu beschäftigen. 

Wir haben am Montag unseren Plan geändert. Sind nicht nach Portugal weiter gefahren. 

Nein, es geht wieder in Richtung Alicante zurück. Irgendwo dort wollen wir länger verweilen und die Zeit  nutzen, um an unseren neuen Plänen zu arbeiten 

Eine große Erkenntnis der letzten Wochen, machen wir so weiter wie bisher, wie in den letzten Jahren ….. ? 

Ist das unsere Lebensaufgabe? Von A nach B, von C nach D ……reisen??? Sind wir auf der Flucht? Wenn ja, wovor? 

Schon immer steht als Überschrift in unserem Tun: Wir wollen etwas gutes tun. Wollen inspirieren. Ermutigen. ?

Eine Erkenntnis von uns ist, erst einmal einen passenden Ort zu finden, wo wir uns niederlassen wollen. Einen Anlaufpunkt. 

Einen Ort, an dem  wir Obst ? und Gemüse ? anpflanzen, um uns weitestgehend selber versorgenzu können. Einen Ort, wo uns Menschen besuchen können, um aus ihrem Alltag raus zu kommen. Einen Ort der Stille ?? 

Zur Zeit beschäftigen wir uns mit einem Konzept. ? Wenn es spruchreif ist, werdet ihr es hier erfahren.

Nun aber zurück zum Grund meiner/ unserer Fassungslosigkeit ?

Die Fahrt nach Roquetas de Mar führte uns durch riesige Obst und Gemüse Felder. Alles unter Treibhäusern. Ein Meer aus Plastik Feldern.

 

Kilometerlang ? eins nach dem anderen. Teilweise flatterten die Plastikplanen zerrissen vom Wind überall rum. Am Straßenrand lagen Berge von kaputten Planen. Es roch nach Gift ☠️, man nennt es auch Dünger oder Pflanzenschutzmittel ?

Container voll mit Tomaten zum wegwerfen. Es waren keine Menschen weit und breit zu sehen. Teilweise kamen wir uns vor, als fahren wir durch Geisterstadt. 

Unter diesen gigantischen Plstikzelten wächst also das Obst und Gemüse, das wir in den Supermärkten kaufen ? 

Mir gingen so viele Bilder durch den Kopf, ein leicht angedötschter Apfel wird nicht gekauft, letztendlich weggeschmissen, eine braune Banane bleibt liegen. Das Ablaufdatum auf der Tüte Salat empfinden wir als Todesdatum. Schlimm genug Salat in Tüten zu kaufen. Und da bin ich auch bei mir. Auch ich bin bis heute zu bequem zum Salat putzen gewesen, dabei hab ich doch jetzt so viel Zeit ? Wieder etwas bewusst wahrgenommen. Das wird ab sofort  geändert. 

Ich glaube, das diese Fahrt heute vom Schicksal gelenkt wurde. Sie passte zu den Gedanken und Plänen der letzten Tage. Es hat uns gezeigt, das es so nicht weiter gehen kann. Wir fragen uns, warum gibt es diese Plantagen überhaupt? Warum wird alles chemisch behandelt? 

Schuld ist doch jeder einzelne von uns. Leider ? 

Zum einen, wollen wir nur das „schöne“ Obst, das frischeste Gemüse ?, wollen im Winter Spargel essen und im Sommer Clementinen. Manch einer von euch erinnert sich vielleicht noch, diese gab es früher nur in der Vorweihnachtszeit. Erdbeeren gab es frühestens ab Mai und erst recht nicht Weihnachten. So gibt es die Natur vor. Doch leider wollen wir immer mehr, immer besser, schöner und vor allem zu jeder Zeit. 

Nun stellt euch einmal vor, jeder von uns pflanzt auf seinem Balkon, seiner Terrasse oder auf einem kleinen Feld in seinem Garten ein wenig Obst und Gemüse an. Wer weiß eigentlich noch, wie lecker sonnengereifte Tomaten schmecken? Ich weiß es noch ?

Diese Fahrt heute war wie ein Segen für uns ?, ein Wink des Schicksal. ?

Stellt euch doch mal vor, wie ihr beim nächsten Einkauf über diese Worte nachdenkt und einen Beitrag leistet die Welt ein wenig zu verändern, indem ihr/wir viiiieeel weniger Plastik einkauft. 

Wir werden noch stärker darauf achten, loses Obst und Gemüse zu kaufen. Wir benutzen schon seit Jahren nur Stoffbeutel zum Einkauf, versuchen so viel wie möglich Konserven im Glas zu kaufen. Durch unsere vegane Ernährung sind wir es eh gewohnt frisch einzukaufen. Wir essen so gut wie keine Fertiggerichte mehr. Seitdem wir auf Tour sind, machen wir auch jeden Brotaufstrich selber. Brot wird auch oft selbst gebacken. 

Man kann noch so viele Dinge verändern ….. wenn man will ❗️

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